Die Gravur

Die Glasgravur ist eine verfeinerte Art des Glasschliffs und eignet sich vor allem für figürliche Motive und Schriften. Mit kleinen Steinrädchen (heute verwendet man auch Diamantschleifräder) oder schmirgelbenetzten Kupferrädchen (Kupfergravur) bearbeitet der Graveur die Glasoberfläche von oben (im Gegensatz zum Schliff). Man unterscheidet die Tiefengravur (plastisches Motiv im Negativ) und den selternen Hochschnitt (Positivrelief), wobei der Motivhintergrund abgetragen wird.

Der Glasschliff

Durch rotierende Stein- oder Diamantscheiben werden in der Glasoberfläche keilförmige, kugelige oder plane Vertiefungen erzeugt, um geometriesche Vertiefungen (der  sog. Kristallstil), Ornamente oder ganze Flächen zu gestalten. Im Gegensatz zur Gravur drückt der Schleifer (Kugler genannt) das Glas von oben gegen die senkrecht rodierente Schleifscheibe. Im Bereich der Seriengläser übernimmt diese Arbeit ein computergesteuerter Schleifautomat.

Das Sandstrahlen

Beim Sandstrahlen wird ein Strahlmittel- meist aus Quarzsand- mit hohem Druck durch eine Düse geblasen. Die glatte, obere Schicht des Glases wird durch das Strahlmittel abgetragen und bleibt matt.

Das Ätzen

In einem Bad aus Fluss- und Schwefelsäure wird die Glasoberfläche je nach Badzusammensetzung und Ätzdauer chemisch abgetragen. Man nutzt diesen Vorgang meist zur Politur geschliffener Gläser (Säurepolitur), aber auch zur Gestaltung von Ätzdekoren, indem die Glasoberfläche zuvor mit einer dem Dekor entsprechenden säureresistenten Schicht abgedeckt wird.

 

Das Lasern

Hierbei wird das Glas durch das fokusierte Auftreffen des Laserstrahls so stark erhitzt, daß es sich thermisch kontrasterzeugend verändert.